Es kann losgehen...

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Blog-Tag 1:

... Foto: Birgit

Juchuh, wir sind auf dem Weg! Früh morgens, um halb 8 trifft sich die Gruppe an der Iltener Kirche, um 8 Uhr mit dem Glockenschlag setzt sich der Bus in Bewegung. So früh – und das in den Ferien – Jessica fand das nicht ganz so leicht. Sie ist zwar rechtzeitig ins Bett gegangen, konnte aber lange nicht einschlafen. Der Wecker klingelte halb 7…

Das (durch Corona reduzierte) Team trifft sich schon um 7 und beginnt, das Gruppenmaterial an die Straße zu tragen. Auf den ersten Blick scheint es, als sei der Bus damit schon voll. Die ersten Teilnehmenden trudeln ein. Und auch die bringen noch Koffer und Taschen. Die Vorgabe war „nicht mehr als 20 Kilo“. Cayo scheint sich dran gehalten zu haben. „Der wiegt höchstens 15, den hat meine Mutter gepackt. Da ist nicht viel drin.“ Und das Handgepäck zählt ja nicht mit… Bei Ronja im Handgepäck ist ausschließlich Essen (man weiß ja nie, Anm. d. Red.), Brötchen, Kekse, Gummibärchen, Wasser, bunte Getränke - „ich weiß nicht genau, was meine Mutter noch alles eingepackt hat“. Falls wir im Stau landen, wird sie jedenfalls nicht darben. Auch Marius ist gut ausgestattet mit Süßigkeiten: Prinzenrolle, Waffeln und Pic-ups. Auf meinen Kommentar, das seien ja nur 3 Sachen, antwortet er „ja aber ich hab mehrere davon“. Und dann hat man ja auch noch etwas Taschengeld dabei – Lara kauft sich davon voraussichtlich Essen (sie kennt unser Kochteam noch nicht; vermutlich wird sie alles Geld wieder mit zurückbringen, wenn sie nicht noch das ein oder andere Mitbringsel findet. Anm. d. Red.)

Jarla war noch nie Teilnehmerin einer Freizeit. Aber von anderen hat sie gehört, das sei toll, da lerne man neue Leute kennen und mache viel coole Sachen. Nina war schon mal Teamerin auf Konfi-Freizeiten, und ihr schönstes Erlebnis war es, die Konfis morgens mit sehr lauter Musik zu wecken. Dafür steht sie sogar selber gerne früh auf. Gibt es auch etwas, das man auf einer Freizeit besser nicht tun sollte, möchte ich von Hannah wissen. „Wir sind ja eine Gemeinschaft, da sollte man sich an die Regeln halten und nicht z.B. einfach mal nachts abhauen oder so. Das wär dann ja auch für die Teamer schwer“. Auch Jonas weiß schon, wie Freizeiten so ablaufen. Worauf er sich am meisten freut: „den Kostümabend mit den Kindheitshelden“. Wir dürfen gespannt sein, in welche Heldenrolle er dann schlüpft! Sein Bruder Boris möchte in den zwei Wochen unbedingt schwimmen, wenn das möglich ist. Und er hat gehört, es gäbe einen Talente-Abend. Da möchte sich auch gerne präsentieren, allerdings interessieren ihn in erster Linie die Talente der anderen ;-)

Marlene war noch nie vorher auf Jugendfreizeit. Warum sie sich angemeldet hat? „Weil Julia mich gefragt hat; die wollte nicht alleine mitfahren“. Und nun sitzen sie hier zusammen im Bus. Wie auch Thore. Oft weiß man ja genau 10 Minuten nach Abfahrt, dass etwas Wichtiges noch zu Hause im Flur liegt. Thore ist sich sicher: „bis jetzt habe ich nichts Wichtiges vergessen, außer meine Sonnenbrille… und  mein Nackenkissen… und … nein, bis jetzt habe ich nichts vergessen“. 2 Wochen weg von zu Hause – gibt es etwas, was Du vermissen wirst, frage ich Luca. „Ja, meine Hunde“ – 2 golden Retriever, von denen er aber viele Fotos dabei hat. Dafür hat Frieda einen besonderen Gegenstand in ihrem Gepäck: eine Kühltasche, randvoll mit Leckereien, wohltemperiert – das hat wirklich nicht jeder! Schon sind wir wieder beim Thema Ernährung: Auf welches Essen sich Onno besonders freut: Cornflakes zum Frühstück. Und mittags Spagetti! Ich glaub, da geht was.

Unsere Köchin Anke frage ich nach ihrem Lieblings-Küchenutensil. Da braucht sie nicht lange zu überlegen. „Meine Teigmaschine (wir backen unser Brot selber) und mein scharfes Messer“. Beides wird viel im Einsatz sein. Und zum Thema Würze im Leben: Küchenfrau Heidrun greift gerne zu Kreuzkümmel (ist ja schließlich auch eine Kirchenfreizeit! Anm. d. Red.)

Das Thema unserer Kirchenfreizeit heißt übrigens „Groß sind Deine Wunder“. Caro hat schon mal kleine Wunder erlebt – immer dann, wenn sie eine gute Note bekommen hat, obwohl sie es nicht erwartet hat. Und zu einer Kirchenfreizeit gehört auf jeden Fall eine gute Gemeinschaft, Spaß haben, singen und spielen, findet Maja. Dass wir (fast) jeden Tag Andachten feiern findet Olivia wirklich gut, weil das die Gemeinschaft stärkt.

Die Busfahrt bisher war jedenfalls ganz ok. Zwischendurch etwas langweilig, aber dann auch sehr lustig, z.B. die Kissenschlacht, meint Julia. Die Sommerfahrten gehen immer nach Skandinavien, in diesem Jahr zum ersten Mal nach Dänemark. Tom gefällt an Dänemark, dass es am Wasser ist und im Sommer nicht so heiß ist. Er ist eben ein frischer Typ. Und Sophia findet die Sprache sehr dänisch – irgendwie ist es doch noch mit deutsch verwand, aber dennoch klingt’s typisch dänisch… Johna frage ich, was sie meint, was Dänen typisch deutsch finden. „Currywurst, Pommes, Brezeln, Dirndl. Und Pünktlichkeit.“ Wir werden das verifizieren. Wenn Franziska selber einen Freizeit-Ort aussuchen könnte, dann würde sie ein Ziel in den Bergen auswählen, auf jeden Fall mit viel Natur, es darf auch Polen sein.

Jetzt sind wir aber erstmal in Bedsted Thy, und die Zimmer wollen belebt werden. Wie lange wohl Titus braucht, um sein Bett zu beziehen. Spontan sagt er „eine halbe Stunde“. Auf meinen Hinweis, dass der Blog ja von der Öffentlichkeit gelesen würde, hat er auf realistische 10 Minuten verkürzt ;-) Wer mit Joos das Zimmer teilt, hat es besonders gut, “weil ich sehr viele Snacks mithabe; Chips, Kekse, viel Cola und so.“ Während der 2 Wochen in Dänemark machen wir viel Programm in großen und kleinen Gruppen, aber es gibt immer wieder auch Zeiten, in denen man sich im Zimmer vergnügt. Marike und ihr Zimmer werden spielen, lesen, malen oder am Handy sein. Klingt gemütlich. Auf die Frage, ob er Eule oder Nachtigall sei, sagt Valentin „Eule“, aber er stehe trotzdem schon um 8 auf. Hoffentlich schafft er es dann bis zum Frühstück…

Und dann sind da ja noch die Teamerinnen:

Mit Jagna kann man besonders Spaß haben, weil sie gerne zu allen Menschen freundlich ist und immer gute Stimmung verbreiten will. Lisa kennt 1000 Gründe, warum man unbedingt auf Freizeit mitfahren sollte: neue Leute kennenlernen, Spaß haben und mal ohne Eltern weg zu sein sind nur 3 davon. Kathi nickt, warnt allerdings davor, dass man sie zu früh aus dem Bett schmeißt. Für Ricarda ist es die letzte Jugendfahrt in ihrer Zeit in Sehnde: Was für sie das Schönste an so einer Reise ist? „Draußen auf dem Gelände zu sitzen, alle wurschteln so vor sich hin, und ich kann das Treiben beobachten“.

Wenn ich mich selber frage, warum ich jedes Jahr wieder die viele Arbeit und Anstrengungen auf mich nehme, um auf Jugendfreizeit mitzufahren - ein teurer Luxusurlaub im Club macht nicht halb so viel Spaß!

Ich wünsche uns hier eine tolle Zeit und allen, die úns zu Hause an den Bildschirmen verfolgen, dass sie nicht zu wehmütig sind…

Herzliche Grüße von Birgit

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