Östgötagården - Ilten in 14 Stunden

(Kommentare: 2)

Hej då Sverige - Velkommen til norge

Viel Wind im Segel - volle Fahrt voraus. Foto: Wolle
Viel Wind im Segel - volle Fahrt voraus. Foto: Wolle

Der letzten Nacht folgte der letzte anbrechende Morgen. Pünktlich um 8 Uhr krähte der ortsansässige Hahn lautstark und weckte die Teilnehmenden mit seinem rostigen Kickerikie – das war sehr hilfreich, denn die Tagesteamerinnen Damaris und Birgit waren schon anderweitig beschäftigt. Ohne eigenes Tageskevin-Tshirt haben sie ihren Weckdienst völlig verdrängt...

Weil aber ein letztes Mal die Frühschwimmer zum See gepilgert sind und anschließend eine kleine Duschsause veranstaltet haben, ist es nicht schlimm, dass ich mir den Hahn nur ausgedacht habe – die Geräuschkulisse aus den Bädern reichte längst, um alle rechtzeitig aus ihren süßen Träumen zu scheuchen.

Das letzte Frühstück, 180 aufgebackene Brötchen und 8 frischgebackene Brote, Tischgebet und das Bibbern, in welcher Reihenfolge die Tische zum Buffet gebeten werden sollten. Wieder Erwarten wurde auch der 7. Tisch satt und konnte sich mit mehr als reichlich Proviant ausstatten.

Der Doppelameisenhaufen, der uns und besonders Darius auf der Wanderung so nachhaltig beeindruckt hat, motivierte die jungen Menschen zur Nachahmung. Der Strom an Taschen, die das Gewicht und Volumen ihrer Besitzer teilweise um ein Vielfaches überstieg, nahm kein Ende. Unserem Busfahrer Jörg – auf dem Hinweg noch sehr gelassen - wurde heute vorübergehend sehr warm. Das lag nicht an den moderaten Aussentemperaturen auf dem Gelände.

Um 10.45 schlossen sich die Bus-Klappen. Letzte Jacken/Socken/Tücher wurden dem orientalischen Basar freigegeben. Eine letzte Runde Laurentia. Wir überreichten dem Team und der Küche ein symbolisches Dankeschön, das den Wert ihres Engagement nicht annähernd aufwiegen kann! (warum nur nehmen sich Menschen die Zeit, 2 Wochen für 54 sehr hungrige Heranwachsende und Ausgewachsene täglich 3-4 Mahlzeiten auf den Tisch zu bringen???! Und nach Feierabend auch noch 2-3 Stunden am Computer dem Blog zu widmen... Und auch die Jungteamer bringen sich mit mehr als nur ihrer bloßen Lebenszeit auf so einer Jugendfahrt ein... Es muss wohl Spaß machen!).

 

Wir stehen für Mülltrennung - entdeckt auf einem Rastplatz bei südlich von Jonköping: Metall | Hartes Plastik | Weiches Plastik | Papier | Haushaltsabfall | Haushaltsabfall | Weißes Glas | Gefärbtes Glas. Foto: Wolle
Wir stehen für Mülltrennung - entdeckt auf einem Rastplatz bei südlich von Jonköping: Metall | Hartes Plastik | Weiches Plastik | Papier | Haushaltsabfall | Haushaltsabfall | Weißes Glas | Gefärbtes Glas. Foto: Wolle

Um 11 rollt der Bus vom Gelände, Jörg fährt wie ein Uhrwerk. Am ersten Stop an der Autobahn südlich von Jonköping bekommen wir einen weiteren faszinierenden Eindruck vom schwedischen Müllsystem. Ob die Jugendlichen wirklich den richtigen Müll im richtigen Bullauge versenkt haben? Unser Schwedisch hat sich seit Abfahrt in Ilten nicht wesentlich verbessert...

Gleich erreichen wir die Fähre von Helsingborg nach Helsingør. Wir erwarten gespannt, wieviele Colapaletten jetzt noch gekauft werden, und vor allem, wieviele von denen dann noch in den Bus passen (höchstens eine!!)? Auch der Ruf nach dem goldenen machte M bereits die Runde durch den Bus. Man munkelt, dass sich ostholsteinische Filialen auf abendlich einfallende Meuten von Jugendlichen eingestellt hätten. Sie werden sogar mit unserer Gruppe fertig werden, obwohl wir in den letzten 14 Tagen kaum ausreichend versorgt wurden und unglaublich ausgehungert dort hineinstürzen werden.

Wenn alles glatt geht, werden die lieben Kleinen gegen 1 Uhr nachts wieder ihren Eltern übergeben, die sie sicherlich schon sehnlich erwarten. Die Freizeitleitung empfiehlt vor weiterer Verwendung eine gründliche Reinigung und ein mindestens 12-stündiges Aufladen der Akkus.

Liebe Eltern, Ihr habt – im Sinne der Freizeit – sehr schöne Kinder, und Ihr lieben Jugendlichen, Ihr seid großartig! Dass die Freizeit so gut gelang, liegt nicht zuletzt an Euch selber. Geht behütet Eurer Wege und genießt die restlichen Ferien!

Und 2019: Velkommen til norge.

Von Birgit

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Kommentar von Lutz |

Schön wars, und lustig zudem ! Was kann einem im "Urlaub"besseres passieren !
Natürlich könnte man sich fragen was ein Cowboy ohne Pferd ist (Ein Sattelschlepper), aber auf einer solchen Freizeit legt man doch lieber einen Schokokeks unter einen Baum, und meint das ist ein schattiges Plätzchen !
Und gelernt haben wir auch sehr viel, denn der Genuß von zu viel Cola führt bei manchem dazu das er "Colabiert". Na Ihr wisst schon wie ich das meine, es war einfach schön mit Euch allen, und vor allen Dingen konnte ich eine davon mit nach Hause nehmen !!!
Gruß Lutz

Kommentar von Sabine Preuschoff |

Ihr Lieben,
Inzwischen seid Ihr wohl wieder gut zu Hause angekommen.
Lasst diese wunderbare Fahrt noch lange in Euch nachklingen.
Ich kann Birgit Hornig nur zustimmen:
Es ist kaum zu glauben, dass es immer wieder so tolle Jugendliche und Erwachsene gibt, die ihren Urlaub dafür geben, dass Ihr alle eine so wunderbare Fahrt habt. Aber bei so wunderbaren Hauptamtlichen und so netten Teilis macht man das ja auch gerne...
Nun allen weiterhin guten Urlaub - und der Diakonin und der Pastorin überhaupt erst mal welchen...
Liebe Grüße, Sabine Preuschoff