Das goldene „M“ am Himmel ...

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Was Jugendliche – neben Sommerfreizeiten – auch glücklich macht

Bis zum nächsten Jahr in Norwegen ... Foto: J. Schröder
Bis zum nächsten Jahr in Norwegen ... Foto: J. Schröder

Am Donnerstag erwacht das Haus fast von allein. Die Heimat ruft. Müde Gestalten tappen durch Zimmer und Flure, die noch mit allerlei Kleidung, Getränkedosen, Spiel- und Bastelsachen, Süßigkeitenverpackungen und anderen bunten Dingen gefüllt sind. Ein flüchtiger Blick in die Zimmer der Teilnehmer - und Teamer :-) - läßt mich kurzweilig darüber sinnieren, ob wohl alle Gegenstände wieder den Weg in die richtige Reisetasche finden werden. Lassen sie all diese Berge von Sachen wirklich in die paar Reisetaschen verstauen, die wir vor 2 Wochen mitgebracht haben??

Erstmal frühstücken. Anke und Wolle verwöhnen uns mit einem grandiosen Buffet-Tisch mit allem, was die Vorratskammer jetzt noch hergibt. 4 Brötchen für jeden. Wer jemanden findet, der nicht alle 4 essen möchte, darf eins mehr. Auf diese Weise schaffen es einzelne Teilnehmerinnen auf 8 Brötchen. Aber schließlich ist das Lunchpaket für die Busfahrt inbegriffen, und gerade die Kleineren sind ja noch im Wachstum...

Der Vormittag ist bestimmt von Aufräumarbeiten und Saubermachen. Aus der Luft betrachtet gleichen wir wahrscheinlich einem der Ameisenhaufen, die wir auf der Wanderung gesehen haben. Wer nicht selber putzt, tut ungemein geschäftig, damit nicht noch ein Teamer auf die Idee kommen könnte, ihn zur Arbeit anzustiften. Und endlich sehen die Zimmer beinahe aus wie am ersten Tag. Den letzten Schliff gibt’s von den Teamern.

Zeit, vor dem Mittagessen noch eine Runde Werwolf zu spielen. 17 Jugendliche und eine Diakonin hocken und quetschen sich in die Sofaecke (der letzte freie Platz, der nicht noch gebraucht wird oder schon für die Übergabe fertig ist) und nehmen ihre Spielrollen von Teamerin Silva entgegen. Pastor Büttner, der dem Treiben vom Sofa aus zusieht, wundert sich, mit welcher Hingabe dort gefressen und gemeuchelt wird... – und das in der Kirche! – aber im Spiel ist ja bekanntlich alles erlaubt. Endlich, um 12 Uhr, gibt es Kartoffelsalat und Würstchen, Ankes und Wolles letzte Glanzleistung. Nichts bleibt übrig.

Bis zur Abfahrt ist geplante Langeweile angesagt. Die Hausübergabe braucht ihre Zeit, zumal wir uns nicht ganz einig sind über die entstandenen und schon ältere Schäden. Zum Glück sind die Fußbälle noch nicht eingepackt. Auch die Liederbücher liegen noch da, und die Werwölfe machen einmal mehr das Freizeitgelände unsicher. Um 15 Uhr ist endlich alles verstaut. Das Haupthaus glänzt in der Sonne, die pünktlich bei Abfahrt zu scheinen anfing. Thomas tritt auf’s Gaspedal, und wir rollen Richtung Süden vom Platz.

Die Fahrt verläuft ohne weitere Vorfälle; wir haben einen sehr umsichtigen Busfahrer und können uns sicher fühlen. Er umfährt Staus und Baustellen, und eine seiner besten Ideen war es, in Oldenburg Holstein abzubiegen und in einem Schnellrestaurant eine längere Pause einzulegen. Beim Anblick des goldenen M am Himmel geht ein Raunen durch den Bus, und die Insassen erwachen umgehend zu neuem Leben! Nach 2 Wochen gesunder, vitamin- und ballaststoffreicher Kost ist es unbedingt nötig, ein Hamburger-Pommes-Happy-Meal-Wettessen zu veranstalten. Und jetzt ist es bis Sehnde gar nicht mehr weit...

Von Wunderkerzen, Schwedenfahnen und strahlenden Eltern werden wir empfangen und sind froh, wieder wohlbehalten daheim zu sein. Und wieder haben wir ein Abenteuer bestanden :-)

Bis zum nächsten Jahr in Norwegen
Birgit

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