19 Stunden bis Sehnde

(Kommentare: 3)

Ganz schön heiß hier

Blick zurück, Thorge? Foto: W. Hornig
Blick zurück, Thorge? Foto: W. Hornig

So viel Hitze hatten wir nicht erwartet, als wir am Montag, 22. Juli pünktlich um 11:45 Uhr vor der Sehnder Kirche mit unserem Reisebus eintrafen. 1200 km weiter nördlich hatten wir überwiegend schwedischen Sommer mit Temperaturen zwischen 9 und 15 Grad in der Nacht und 18 bis 24 Grad am Tag. Unsere Gastgeber Bo und Annika Enlof bestätigten uns ein außergewöhnliches schönes Wetter in Skoglundsgården. Nicht umsonst wurde „Summerfeeling pur“ zum gern gesungenen Song.

17 Uhr verließen wir mit Bus und Fahrer Dirk diesen Ort, der uns 12 Tage in so toller Weise beherbergt hatte in Richtung Süden. Bald darauf begegnete uns der Bus der nachfolgenden Gruppe aus Berlin-Kreuzberg - 44 Teilis mit 6 Teamern. Blitzblank hatten wir für sie das Haus hinterlassen. Das gründliche Putzen hatte wohl für die meisten zur Folge, dass sie einschliefen und so für eine erstaunliche Ruhe im Bus sorgten ;-) Stunden später war das Knistern der Lunchpaketpapiere zu hören ...

Das Wesentliche passierte Mitternacht auf einem dunklen Rastplatz in Südschweden: Wir durften wieder einen Geburtstag besingen. Alexander Hegemann, genannt Junior, wurde 16. Wann sind schon zu einem Geburtstag 49 Gratulanten da? Das passiert sonst doch nur bei außergewöhnlichen Festen ... „Happy birthday“ sollte sich wieder vielfach wiederholen - zuletzt zwischen Ilten und Sehnde.

Die Fähre zwischen Rødby und Puttgarden hat ihren besonderen Reiz: sie transportiert Paletten mit Cola-Dosen. 24 Dosen kosten 99 schwedische Kronen. Also ist die Dose für 50 Cent zu haben. Deshalb haben wohl so viele Paletten Beine bekommen und sind flucks in unseren Bus gelaufen ...

Die Smartphones hatten in Schweden Pause. Doch kurz nach der deutschen Grenze war höchste Benutzungsstufe angesagt. Posts wurden abgerufen, sich über Freunde informiert. Übrigens, dank facebook war es möglich, kurze Nachrichten zu verschicken, die auch im Bus hätten weitergesagt werden können. Ein Hoch auf die Technik ;-)

Ein Frühstück auf der ersten Raststätte im Heimatland machte den Anfang der letzte Etappe. Die Küche hatte noch einmal ausgepackt. Gut gekühlte Lebensmittel wechselten die Besitzer: Käse, Salami, schwedisches Kassler, gekochte Eier (nach Eßverbot der Fahrer im Bus), Gurken, Äpfel, Waffeln, Müsliriegel und natürlich unser selbstgebackenes Brot.

Um 11:45 Uhr bog der Bus mit zweiachsigem Gepäckanhänger in Sehnde über die Breite in die Kurze Straße ein. Eine 19stündige Fahrt mit Bus und Fähren lag hinter uns. Viele waren schon zum Abholen gekommen: Eltern, Geschwister und Hunde, die mit einem großen „Hallo und Gebell“ die Rückkehrerinnen und Rückkehrer begrüßten.

Wie es Euch wohl heute geht?

Ganz zum Schluss gilt ein besonderer Dank unserem schwedischen „Hausvater“ Bo. Er war steter Ansprechpartner für vieles, was uns den Aufenthalt in Skoglundsgården erleichterte. Das ging vom Besorgen von Leuchtmitteln - früher Glühbirnen ;-) über den spontanen Zukauf eines Wasserkochers, eines weiteren großen Kochtopfes und eines super Passierstabes, bis zu tollen Wandertipps, dem Verraten von Multebeerenpflückplätzen, dem Chartern der Kanus, und, und, und ...

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Wolfgang Hornig, Tagebucheintrag vom Dienstag, 23.07. 2013

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Kommentar von kilian |

geht mir genauso ich wär gern länger geblieben

Kommentar von Foken, Magret |

Vielen Dank für die Tagebucheinträge. Damit war selbst die Oma auf Langeoog immer im Bilde, was ihr jüngster Enkel so macht!
Als Magnus am Montag nach Hause kam, hat er erstmal gar nicht wieder aufgehört zu erzählen, bevor er tot ins Bett gefallen ist. Nochmals vielen Dank an die Betreuer und Teamer für die Mühe, die Ihr Euch gemacht habt, damit alle Spaß hatten!

Kommentar von Thorge |

ich wäre gerne noch länger geblieben...
war schön mit euch