Die Geschichte deutscher Touristen hin und zurück

(Kommentare: 7)

Vierzig Tage lang müssen wir dem Pfad, westlich des Nebelgebirges folgen ...

Die Gefährten auf dem Preikestolen 600 Meter über dem Lysefjord. Fotos: Nils und Wolle. Bearbeitung: Birgit
Die Gefährten auf dem Preikestolen 600 Meter über dem Lysefjord. Fotos: Nils und Wolle. Bearbeitung: Birgit

... Wenn uns das Glück hold ist, wird die Pforte von Rohan noch offen für uns sein. Von dort biegen wir in östlicher Richtung nach Mordor ab.

Aber zuerst erwachten unsere Gefährten um 6:00 Uhr morgens, um sich beim Frühstück für die bevorstehende Reise zu stärken. Für die meisten war es eine Zumutung, die der Aufgabe glich, in den Ferien zu Schulzeiten aufzustehen. Nach diesem sehr unangenehmen Morgen ging es dann auch direkt mit einem Massentransportmittel durch die Schluchten Bruchtals am Anduin entlang. Um 10:30 Uhr überquerten wir den Fluss mit der Bockenburger-Fähre, um mit unserem Massentransportmittel über Bree und Bruchtal zu dem Pfad zu gelangen, der uns an dem Nebelgebirge vorbei, an den Anfang unserer Reise führen sollte.

Voller Tatendrang brachen wir auf, doch schon nach den ersten 200 Metern wurde klar, dass dieser Weg Opfer fordern würde. Manche waren kurz vor der vollkommenen Erschöpfung, waren aber dennoch bereit, die restlichen 3,8 Kilometer zu überwinden. Wir mussten messerscharfe Felsen und danach eine stinkende Sumpflandschaft überqueren. Hier gab es erste Verluste, wie z.B. ein Mobiltelefon oder auch ein ein Schuh, die unter den Bedingungen des harten Weges litten.

Vorne führte Elbenfrau Damaris die Truppe an. Hinten sorgte Waldläufer Nils dafür, dass keiner zurück blieb. Wir rasteten an unterschiedlichen Stellen, um uns für die kommenden Herausforderungen zu stärken und uns von den vorherigen Strapazen zu erholen. Dabei wurden zahlreiche Bilder des atemberaubenden Panoramas geschossen, das uns umgab. Nach insgesamt zwei Stunden erreichten wir die Plattform. Dort hatten wir einen eindrucksvollen Ausblick über den ganzen See, bis hin zum Einsamen Berg und den Leuchtfeuern von Gondor. Während wir dort eine Stunde verweilten, vergaßen die meisten, dass der Weg zurückgegangen werden musste. Kurz bevor wir den Rückweg antraten musste noch der Apfel Fabians dran glauben. Diagnose: Fall von circa 700 Metern in die Tiefe. Ob er den Sturz überlebt hat, wissen wir nicht.

Auf halber Strecke wurde einem der Gefährten langweilig und er beschloss Mobiltelefonnummern von ausländischen Mädchen zu beschlagnahmen (sehr zur Belustigung der anderen). Hinterher stellte sich heraus, dass weder der Name des Mädchens noch die Nummern der Mädchens stimmten bzw. bekannt waren. Die weitere Reise verlief recht ereignislos, bis wir auf den letzten Metern doch noch Verluste erleiden mussten. Laura B. knickte um und erlitt eine Bänderdehnung am Fuß (vielleicht wurde sie auch von Orks überfallen). Sie brauchte elbische Arznei und wir fuhren direkt nach Bruchtal, um sie behandeln zu lassen.

Nun fuhren wir direkt in die Heimat mit ihren Wiesen und Feldern, ihren Bächen und Wäldern zurück. Dort angekommen erwarteten uns Nudeln mit Soße und Schokopudding als Nachtisch. Um 9:00 Uhr trafen wir uns zu einer Abschlussrunde, bei der alle Völker Mittelerdes vertreten waren, um ihre Meinung zur Freizeit zu äußern. Danach wird sich jeder zu Bett begeben, um den Anstengungen und dem Schlafmangel ein jehes Ende zu bereiten. Wir sind zurück!

Tammo und Finn Beutlin

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Kommentar von Tammo der Boss |

Haltet eure Stellung. Haltet eure Stellung.
Söhne Gondors und Rohans, meine Brüder. In euren Augen sehe ich dieselbe Furcht, die auch mich verzagen ließe.
Der Tag mag kommen, da der Mut der Menschen erlischt, da wir unsere Gefährten im Stich lassen und aller Freundschaft Bande bricht.
Doch dieser Tag ist noch fern.
Die Stunde der Wölfe und zerschmetterter Schilde, da das Zeitalter der Menschen tosend untergeht
Doch dieser Tag ist noch fern, denn heute kämpfen wir.
Bei allem was euch teuer ist auf dieser Erde sage ich, haltet stand, Menschen des Westens!
FÜR FRODO!!!!

Kommentar von Katrin |

Superschöne Bilder! Laura, hattest du keine Höhenangst?

Kommentar von N + A |

Was für ein tolles Erlebnis hattet Ihr. Andere fliegen dafür mehr als 24 Stunden nach Neuseeland. Vielen danke für die schönen Bilder und einen Gruß an das literarisch so gut ausgebildete Autorenteam.
Genießt die letzten Tage auf Eurer Wanderschaft der Gefährten bevor ihr Euch am Samstag morgen im "Auenland" wiederfinden werdet.

Kommentar von Marlis Schiele |

Ps.....noch Schöne Resttage und gute Heimreise für Alle
Deine Oma

Kommentar von MarlisSchiele |

Guten morgen Serafine,
Euer Ausflug zum Fjord muss ja ein tolles Erlebnis gewesen sein die von Euch eingestellten Bilder sagen alles. Man gut das Ihr alle wohlerhalten zurück gekommen seid. Norwegen ist eben ein sehr schönes Land. Seid Ihr keinem Troll begegnet?????

Kommentar von Annette |

Was für ein Abenteuer! Waren es tatsächlich Orks, die euren Weg kreuzten? Kann es nicht doch der Apfel gewesen sein? 700 Meter freier Fall... wo mag er gelandet sein. In einer anderen Gescchichte ist das Leben von Menschen schon einmal durch einen Apfel durcheinander gebracht worden.
Das ist wohl ein klarer Fall für die Krimidetektive .... und die Frühschwimmer, die hoffentlich für kalte Seeumschläge sorgen.
Gute Besserung Laura!

Kommentar von Heige |

Überaus beeindruckende Bilder habt Ihr in diesem Beitrag eingestellt. Alleine vom Anschauen habe ich Schwindelattacken, glitschnasse Hände und Herzrasen bekommen. Zum Glück seid Ihr alle wieder heil in Bruchtal angekommen. Wahrscheinlich dank Wolle des Grauen, der ein Auge auf Euch hatte und einen Schutzzauber um Euch webte.

Wir hier fühlen uns jeden Tag näher an die Grenzen Mordors gerückt, und in der gleißenden Mittagssonne meint so mancher, die Nazgûl über Barad-dûr kreisen zu sehen. Die Temperaturen sollen in den nächsten Tagen sogar derart infernalisch werden, dass hier ständig mit Ringen um sich werfende Hobbits eintreffen...

Passt weiterhin gut auf Euch auf und denkt immer an Boromirs Worte: "One does not simply walk into Mordor..."