Kontakt

Förderverein der Kirche zu Ilten und der Kapellen Höver und
Bilm e.V.

Am Nordende 1
31319 Sehnde
Tel. 05132 - 93 230

Vorstand:
Ilsabe Tubbe
Teja Brühne
Bärbel Buck
Andrea Kostecki

Termine 2020

Freitag, 8. März
19.30 Uhr
Mitgliederversammlung
Gemeindhaus

Samstag, 27. Juni
Tagesfahrt
zur Christian-Vater-Orgel
in der St. Nicolai-Kirche Gifhorn
mit anschließendenm Besuch
des Mühlenmuseums

Sonntag, 4. Oktober

10.00 Uhr Erntedank-Gottesdienst
11.00 Uhr Frühschoppen

Samstag, 31. Oktober
17.00 Uhr - 19.00 Uhr
Benefiz-Orgelkonzert
"Musik und Lyrik am Reformationstag"
mit kulinarischem Angebot
des "Himmlischen Partydienstes"


Mai - September
jeweils am 1. Freitag im Monat
8. Mai | 5. Juni | 3. Juli |
7. August | 4. September
18.00 Uhr - ca. 19.30 Uhr
Abendliche Radtouren
bei trockener Witterung
Treffpunkt Gemeindehaus Ilten

Sonntag, 11. Oktober
10.00 Uhr - 14.00 Uhr
Abschluss-Halbtagestour
mit dem Rad
bei trockener Witterung
Treffpunkt Gemeindehaus Ilten

April - Oktober
jeden Freitag
16.00 Uhr - 18.00 Uhr
Offene Kirchentür

November - April
bleibt die Kirche geschlossen!

Aktuelle Projekte

Ilten
Restaurierung der Orgel

Bilm
Reparatur der Sitzbänke

Höver
Sanierung Germanenkopf und Emporenbilder

Spendenkonten

IBAN:
DE16 2519 3331 7301 3765 00
BIC: GENODEF1PAT
Volksbank Lehrte e.G.

für Kapelle Bilm
IBAN:
DE05 2519 3331 7301 3765 04
BIC: GENODEF1PAT

für Kapelle Höver
IBAN:
DE86 2519 3331 7301 3765 01
BIC: GENODEF1PAT

Förderverein der Kirche zu Ilten und der Kapellen Höver und Bilm e.V.

Auf den Spuren der Hildesheimer Rose

Ausflug des Fördervereins zusammen mit der Kirchengemeinde Ilten-Höver-Bilm ins Hildesheimer Land

Alles einsteigen ...  Foto: Bernhard Tenholte
Foto: Bernhard Tenholte

Ein sehr heißer Samstag mit reichlich kühlen Getränken führte eine muntere Schar mit dem Bus zum Kloster Marienrode, um dort dem Klang der dortigen Christian-Vater-Orgel zu lauschen. Das alte Kloster der Benediktinerinnen beeindruckte alle Reisegäste sehr. Der Organist des Klosters, Herr Sydow, verstand es, uns die Orgel zu erklären und ihr bewegende Klänge zu entlocken. Alle waren fasziniert vom Orgelklang, von der Klosterkirche, die uns durch Schwester Maria Elisabeth in anschaulichen Worten vorgestellt wurde.

Ein Erlebnis, das uns nach einer genüsslichen Stärkung unter einem schattigen Baum an der Klostermauer auf den vor uns liegenden Besuch der St.Michaelis-Kirche und den Dom in Hildesheim einstimmte. Die Sonne meinte es recht gut mit uns, so dass die in den mitgenommenen Bollerwagen verstauten kühlen Getränke, und das schmackhafte Essen reichlich Absatz faden. Alles wurde im Bus verstaut, Daniel, unser Busfahrer war überrascht, wie gut die Organisation klappte, hatten wir doch alle ein Namensschild mit der Hildesheimer Rose!

Die St. Michaelis-Kirche bot uns ein wenig Kühle und viele interessante Erläuterungen unserer beiden Kirchenführer. Wir waren gefragt in Raumlehre und geschichtlichem Allgemeinwissen und waren beeindruckt von der Größe und der Geschichte der Kirche, die im Ursprung ein katholisches Gotteshaus gewesen ist. Besonders die farbige Holzdecke - reich an Ornamenten und biblischen Darstellungen - faszinierte uns alle. Mit unseren Proviant-Wagen ging es dann zum Dom.

Unterwegs wurden wir für eine „Kohlfahrt-Gruppe“ gehalten. Ein Passant fragte, wo denn der Grünkohl sei - eine Erheiterung, die uns die Strapazen der großen Hitze lockerer ertragen ließ.

Der Dom erwartete uns wiederum mit zwei versierten Kirchenführern, die uns Wissenswertes erklärten. Beeindruckt waren wir vom riesigen Portal, das - aus einem Stück angefertigt - Darstellungen des Alten und Neuen Testament zeigt. Dieses Portal hat die Bomben-Zerstörung des Domes unbeschadet überstanden. Auch hier beeindruckte die bautechnische Gestaltung des Doms. Der Besuch des 1000-jährigen Rosenstocks im Innenhof des Domes schloss den Kreis. Allerdings konnte die Blütenpracht nur anhand der zahlreichen Hagebutten erahnt werden.

Das Dom-Café erweckte unsere Sinne und ließ uns mit vielen Eindrücken aus Hildesheim die Rückfahrt antreten. Ein erlebnisreicher Ausflug auf den Spuren der Hildesheimer Rose ging zu Ende. Alle Mitreisenden waren froh, den heißen Tag unbeschadet überstanden zu haben. Schließlich wurde der mitgenommene Kuchen noch in Ilten vor dem Gemeindehaus verzehrt. Der Orgelklang im Kloster Marienrode war schon ein Vorgeschmack auf den für das nächste Jahre geplanten Ausflug von Förderverein und Kirchengemeinde zur Christian-Vater-Orgel nach Gifhorn. Damit schließt sich der Kreis der Christian-Vater-Orgeln in der Hoffnung, in den nächsten Jahren unsere Christian-Vater-Orgel nach der erfolgten Sanierung vielen Menschen neu zu Gehör bringen zu  können. Einen weiteren Orgel-Fan, der gern einmal an der Iltener Orgel spielen möchte, haben wir im Kloster Marienrode mit Herrn Sydow gewonnen!

Ilsabe Tubbe

Über uns

Gegründet am 15. Oktober 1987, hat sich der Förderverein zur Aufgabe gemacht, die Barockkirche zu Ilten sowie die Kapellen Höver und Bilm zu erhalten und zu modernisieren, da es sich um erhaltenswerte Kulturgüter handelt. Unsere Projekte werden finanziert durch Mitgliedsbeiträge - aktuell 20 € pro Jahr -, Spenden sowie Einnahmen aus zahlreichen Veranstaltungen. In den 30 Jahren unseres Bestehens sind ca 240.000 € eingeworben worden.

Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen.

Highlights der Fördertätigkeit

Kirche Ilten

  • Reparatur und Renovierung des Barockaltars
  • Restaurierung der 38 Emporenbilder
  • 4 neuzeitliche Chorfenster (gestaltet durch den Künstler Günter Gohs aus Wernigerode)
  • Restaurierung des großen Deckengemäldes einschließlich Innensanierung der Kirche
  • 3 barocke Kron- und Wandleuchter
  • Erneuerung des Bodenbereiches im Kirchenschiff
  • Restaurierung der 2 Zifferblätter der Turmuhr in Verbindung mit dem Einbau einer Funkuhr


Kapelle Biilm

  • neues Antependium (Altarvorhang)
  • neue Altardecke


Kapelle Höver

  • Leuchterkranz an der Decke

Herzlich Willkommen zum Herbstfest 2020

Am Samstag, dem 5. September 2020 findet das „Herbstfest um den Iltener Kirchturm“ statt. Es beginnt um 14.30 Uhr mit einem Familiengottesdienst. Anschließend herrscht ab ca. 15.30 Uhr um die Kirche ein reges Treiben.

Das Herbstfest wird vom Förderverein der Iltener Kirche und der Kapellen Höver u. Bilm e.V. in Zusammenarbeit mit der Iltener Kirchengemeinde veranstaltet. Der Reinerlös des Festes ist zugunsten der historischen Christian-Vater-Orgel bestimmt.

Es lockt ein reichhaltiges saisonales kulinarisches Angebot. Neben der allseits beliebten Kaffeestube, dem Bratwurststand und Waffeln, gibt es u.a. wieder Federweißer und Zwiebelkuchen. Ein reichhaltiges Spiel- und Bastelangebot für Kinder, sowie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm am Nachmittag und ab ca. 19.00 Uhr ein gemütliches Beisammensein bei Kerzenschein locken hoffentlich viele Besucher an.

Die Vorsitzende des Fördervereins der Kirche zu Ilten und der Kapellen Höver u. Bilm e.V., Ilsabe Tubbe, lädt zugleich im Namen der Kirchengemeinde Ilten/Bilm/Höver herzlich zum „Herbstfest um den Iltener Kirchturm“ ein.

Kleine Kirchengeschichte

Kirche zu Ilten

Die Kirche zu Ilten steht seit 1723 auf dem Platz einer Älteren, deren letzter Nachweis der Turm aus dem 12.Jh. mit romanischen Fenstern ist. Das Kirchenschiff, von der Nordseite zu betreten, wurde symmetrisch gebaut.Die im Halbrund gebaute Empore erweckt den Eindruck eines dreieckigen Kirchenraumes, der sich zum Chor hin öffnet. Auf der Empore befindet sich eine „Christian-Vater-Orgel“, wie Hinweise in alten Schriften aus dem Jahre 1740 belegen. An der Front der Empore wird auf 38 ölgemalten Bildertafeln das neue Testament nacherzählt. Das große Deckengemälde zeigt die Himmelfahrt Jesu. Der Empore gegenüber steht der barocke, hölzerne Kanzelaltar mit Bildern, handgeschnitzten Altarfiguren, Säulen und Akanthusornamenten. Die Chorfenster umrahmen den Altar.

Kapelle Bilm

Erste Aufzeichnungen in Form von Kirchenrechnungen stammen aus dem Jahre 1569. Eine Urkunde aus dem Jahre 1579 enthält folgende Notitz : „In dissem iar is ock de klocke in der Capelle ummegote. Heft gekostet X guld.“ Die Glocke hängt noch heute im Turm. Unter der Treppe soll die Asche eines vom Blitz erschlagenen Pferdeknechtes begraben sein. Laut Schulchronik soll die Kapelle in ihrer jetzigen Form 1616 erbaut worden sein. In gotischem Stil, gebaut mit Satteldach und viereckigem, aufgesetztem Dachreiter mit Turmuhr und Glocke. Die Kanzeltür soll aus dem 17.Jh. stammen.

Kapelle Höver

Sie wurde als Wehrkirche in gotischem Stil 1494 erbaut.Sie erhielt 1728 die erste mechanische Uhr, die 141 Jahre lief. 1973 wurde eine Turmuhr mit automatischem, elektrischem Gewichtsaufzug eingebaut, die ihre 104 Jahre alte Vorgängerin ersetzte. Die beiden Glocken, eine große aus Bronze, die wahrscheinlich schon zur Einweihung der Kapelle aufgehängt wurde und eine kleine aus dem Jahre 1869 blieben im 2. Weltkrieg vor dem Einschmelzen verschont. Besonders stolz sind die Höveraner auf zwei Gemälde von Professor Heinrich Plühr (1859 – 1953) , der in Höver aufwuchs und in Weimar als Kunstprofessor wirkte.