Gott spricht: „Kind Adams, ich war krank und du hast mich nicht besucht.“ Der Mensch antwortet: „O Herr, wie kann ich dich besuchen, wo du doch der Herr der Welten bist?“ Gott spricht: „Hat du nicht gewusst, dass einer meiner Diener krank war, und du hast ihn nicht besucht? Hast du nicht gewusst, dass du, wenn du ihn besucht hättest, mich bei ihm gefunden hättest?“

Ausspruch des Propheten Muhammad (Hadith)

„Ich war krank, und ihr habt mich besucht. Ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.“ Dann werden ihm die Gerechten antworten: „… Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?“ Darauf wird der König ihnen antworten: „Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Evangelium nach Matthäus 25, 36 ff.

„Multikulti“ in Ilten

Zitat von Guy de Maupassant

 

Wer hätte gedacht, dass unsere Kirchengemeinde jemals so „multikulti“ sein würde ... und auch noch Spaß dabei hat? Entgegen der allerorten geschürten Ängste vor Überfremdung geschieht in Ilten gerade etwas Erstaunliches: Die Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Not geflohen sind, und die Einheimischen bei uns kommen sich näher.

Auch unsere Kirchengemeinde beteiligt sich am wachsenden Wir-Gefühl. Mit dem „Iltener Begegnungs-Café“, das seine Türen erstmals im Januar 2016 öffnete, bieten wir Menschen aller Herkunftsländer und aller Religionen einmal im Monat die Gelegenheit, sich zwanglos zu treffen und bei Speis und Trank miteinander ins Gespräch zu kommen. Von Beginn an ist diese Einrichtung ein voller Erfolg. 60 oder 80, sogar schon mehr als 100 Menschen sind zu den bisherigen Café-Nachmittagen gekommen. Alle können am international gedeckten Buffet kräftig zulangen und bei Speis' und Trank ins Gespräch kommen. Bemerkenswerter Weise hat es bisher keinen einzigen Tisch gegeben, an dem ausschließlich Asylsuchende oder nur Deutsche saßen. Überall platzieren sich die Besucher bunt durcheinander. Man unterhält sich auf deutsch, englisch, französisch, serbokroatisch, arabisch, kurdisch… und wenn gar nichts mehr geht, wird gestikuliert oder sogar mal gezeichnet.

Wer bei der Lektüre dieses Textes Lust bekommen hat, sich auch am „Iltener Miteinander“ des Begegnungs-Cafés zu beteiligen, ist herzlich willkommen.